Was tun wenn die Waschmaschine stinkt?

23. Oktober 2011 – 21:59

Wenn die Wäsche die frisch aus der Waschmaschine kommt plötzlich unangenehm oder sogar muffig oder faulig riecht, liegt das in der Regel daran, daß sich in der Maschine Schmutz absetzt und sie so regelrecht verschlammt. Diese Ablagerungen bieten einen perfekten Nährboden für Algen und Bakterien, die für den unangenehmen Geruch sorgen. Die häufige Verwendung von Weichspüler beschleunigt diesen Vorgang. Bemerkt man das Problem, sollte man möglichst schnell handeln, denn je hartnäckiger und umfangreicher die Verschmutzung, desto aufwendiger die Lösung des Problems.

Kurzfristig Abhilfe schaffen desinfizierende Hygienespüler, sie überdecken aber nur das eigentliche Problem, ihr Einsatz ist also eher Kosmetik und bekämpft nicht die Ursache. Zumindest riecht aber dann die Wäsche wieder einigermaßen frisch. Ebenso wirkungslos ist Entkalkler, der zwar Kalk löst und die Lebensdauer der Maschine verlängern kann, dem Schlamm aber nicht viel entgegenzusetzen hat.

Die einfachste Gegenmaßnahme ist das Lüften der Maschine, sie sollte nach jeder Wäsche offen bleiben. Optimaler Weise sollte der Aufstellort auch nicht zu kalt und feucht sein, um das Trocknen der Maschine nach jedem Waschgang zu beschleunigen. Im Keller auf jeden Fall für gute Belüftung sorgen, z.B. durch ein dauerhaft gekipptes Fenster im Waschraum oder zumindest regelmäßiges längeres Lüften.

Auch wenn hohe Wassertemperaturen mit modernen Waschmitteln und Waschzusätzen oft nicht mehr erforderlich sind ist dringend davon abzuraten, dauerhaft nur auf maximal 60 Grad oder gar 40 Grad zu waschen. Regelmäßige Waschgänge mit der Maximaltemperatur von 90 Grad oder 95 Grad (Kochwäscheprogramm) sorgen nämlich dafür, daß die Waschmaschine sauber bleibt. Bei geringen Verschmutzungen kann es also hilfreich sein, mehrmals hinter bei hohen Temperaturen zu waschen.

Hilft das nichts, sind chemische Hilfsmittel wie Chlorbleiche, z.B. 300ml DanKlorix, einige Geschirrspülmaschinentabs, 300ml Essigessenz oder zwei Tassen Waschsoda in Verbindung mit einem Kochwaschprogramm oft ein erfolgsversprechender Lösungsansatz. Niemals in Kombination, immer nur einzeln, das gilt insbesondere für Chlorbleiche! Wäsche sollte bei Zuhilfenahme dieser aggressiven Substanzen nicht in der Maschine sein. Bei Maschinen mit Mengenautomatik muß eventuell manuell Wasser zugegeben werden, was mit einer Gießkanne schnell und einfach erledigt ist. Der Wasserstand sollte dabei ungefähr bis zur Unterkante des Bullauges reichen. Achtung, diese chemische Keule ist zwar meist sehr erfolgreich, greift aber zum Beispiel auch Gummiteile an und können sie spröde machen. Unbedingt vorher im Handbuch nachsehen, ob hier Schäden drohen können.

Noch ein Tipp: Schleimige Ablagerungen und Schimmel im Dosierfach für Waschmittel und Weichspüler lassen sich schnell und einfach durch eine Runde in der Geschirsspülmaschine beseitigen, dann entfällt das lästige Schrubben per Hand. Bei eingetrockneten Waschmittelverklumpungen vorher evtl. im Waschbecken oder einem Eimer einweichen.